Gedichte dichten

Gedichte schreiben das ist fein
ich trag es schnell ins Heftchen ein,
egal ob's gut ist oder schlecht
ein jeder hat dazu das recht.

Auch ich hab mir das so gedacht
sie oft geschrieben in der Nacht,
was ich fühlte, schrieb ich nieder
beehr mein Heftchen immer wieder

Am liebsten aber ganz romantisch
was viele finden dilletantisch,
nicht jeder ist ein großer Dichter
es gibt auch viele kleine Lichter.

Doch werd ich weiter Verse schreiben
und noch ein wenig bei Euch bleiben,
zoll Achtung dem der schreiben kann
und streng mich weiter tüchtig an.

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Wenn wir unsere Körper verhüllen,

damit wir nicht frieren,

kann ich das verstehen.

Warum aber verhüllen wir unsere Gefühle,

auch wenn wir merken,

dass es dadurch kälter wird?

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Manche Menschen


Manche Menschen wissen nicht,
wie wichtig es ist,
dass sie da sind.
Manche Menschen wissen nicht,
wie gut es tut,
sie nur zu sehen.
Manche Menschen wissen nicht,
wie wohltuend
ihre Nähe ist.
Manche Menschen wissen nicht,
wie viel ärmer
wir ohne sie wären.
Manche Menschen wissen nicht,
dass sie ein Geschenk
des Himmels sind.
Sie wüssten es,
würden wir es ihnen sagen!

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Ja, vor langer langer Zeit, als ich noch die Schulkbank drückte ;) , "durften" wir folgendes Gedicht auswendig lernen:
 
Die Bürgschaft

Zu Dionys dem Tyrannen, schlich
Damon den Dolch im Gewande
Ihn schlugen die Häscher in Bande
"Was wolltest du mit dem Dolche, sprich!"
Entgegnet ihm fInster der Wüsterich
"Die Stadt vom Tyrannen befreien!"
"Das sollst du am Kreuze bereuen."

"Ich bin", spricht jener, "zu sterben bereit,
Und bitte nicht um mein Leben,
Doch willst du Gnade mir geben,
Ich flehe dich um drei Tage Zeit,
Bis ich die Schwester den Gatten gefreit,
Ich lasse den Freund dir als Bürgen,
Ihn magst du, entrinn ich, erwürgen."

Da lächelt der König mit arger List,
Und spricht nach Kurzem Bedenken:
"Drei Tage will ich dir schenken.
Doch wisse! Wenn sie verstrichen die Frist,
Eh du zurück mir gegeben bist,
So muss er statt deiner erblassen,
Doch dir ist die Strafe erlassen."

Und er kommt zum Freunde:"Der König gebeut,
Dass ich am Kreuz mit dem Leben
Bezahle das frevelnde Streben.
Doch will er mir gönnen drei Tage Zeit,
Bis ich die Schwester dem Gatten gefreit,
So bleib du dem König zum Pfande,
Bis ich komme, zu lösen die Bande"

Und schweigend umarmte ihn der treue Freund,
Und liefert sich aus dem Tyrannen,
Der andere ziehet von dannen.
Und ehe das dritte Morgenrot scheint,
Hat er schnell mit dem Gatten die Schwester vereint,
Eilt heim mit sorgender Seele
Damit er die Frist nicht verfehle.

Da gießt unendlicher Regen herab,
von den Bergen stürzen die Quellen,
Und die Bäche, die Ströme schwellen.
Und er kommt ans Ufer mit wandernden Stab,
Da reißet die Brücke der Strudel hinab
Und donnernd sprengen die Wogen
Des Gewölbes krachender Bogen.

Und trostlos irrt er an Ufers Rand,
Wie weit er auch spähet und blicket,
Und die Stimme, die rufende schicket,
Da stößt kein Nachen vom sicheren Strand,
Der ihn setze in das gewünschte Land,
Kein Schiffer lenket die Fähre,
Und der wilde Strom wird zum Meere.

Da sinkt er aufs Ufer und weint und fleht,
Die Hände zum Zeus erhoben:
"O hemme des Stromes Toben!
Es eilen die Stunden, im Mittag steht
Die Sonne und wenn sie niedergeht,
Und ich kann die Stadt nicht erreichen,
So muss der Freund mir erbleichen"

Doch wachsend erneut sich des Stromes Wut,
Und Welle und Welle zerinnet,
Und Stunde an Stunde enrinnet,
Da treibt ihn die Angst, da fasst er sich Mut
Und wirft sich hinein in die brausende Flut,
Und teilt mit gewaltigen Armen,
Den Strom, und ein Gott hat Erbarmen.

Und gewinnt das Ufer und eilet fort,
und danket dem rettenden Gotte,
Da stürzt die raubende Rotte
Hervor aus des Waldes nächtlichem Ort,
Dem Pfad ihm sperrend, und schnaubet Mord
Und hemmet des Wanderes Eile
Mit drohend geschwungener Keule.

"Was wollt ihr?" ruft er für Schrecken bleich
"Ich habe nichts als mein Leben,
Das muss ich dem Könige geben!"
Und entreißt die Keule dem nächsten gleich:
"Um des Freundes Willen erbarmet euch!"
Und drei mit gewaltigen Streichen
Erlegt er, die anderen entweichen.

Und die Sonne versendet glühenden Brand
Und von der unendlichen Mühe
Ermattet sinken die Kniee:
"Oh hast du mich gnädig aus Räuberhand,
Aus dem Strom mich gerettet ans heilige Land,
Und soll hier verschmachtend verderben,
Und der Freund mir, der liebende, sterben!"

Und horcht! Da strudelt es silberhell
Ganz nahe, wie rieselndes Rauschen,
Und stille hält er zu lauschen,
Und sieh, aus dem Felsen, geschwätzig, schnell,
Springt murmelnd hervor ein lebendiger Quell,
Und freudig bückt er sich nieder,
Und erfrischet die brennenden Glieder.

Und die Sonne blickt durch der Zweige Grün,
Und malt auf den glänzenden Matten
Der Bäume gigantische Schatten
Und zwei Wanderer sieht er die Straße ziehn,
will eilendes Laufes vorüber fliehen,
Da hört er die Worte sie sagen:
"Jetzt wird er ans Kreuz geschlagen."

Und die Angst beflügelt den eilenden Fuß,
Ihn jagen der Sorge Qualen,
Da schimmern in Abendrots Strahlen
Von ferne die Zinnen von Syrakus,
und entgegen kommt ihn der Philostratus,
Der Hauses redlicher Hüter,
Der Erkennt entsetzt den Gebieter:

"Zuürck! Du rettest den Freund nicht mehr,
so rette das eigene Leben!
Den Tod erleidet er eben.
Von Stunde zu Stunde gewartet´er
Mit hoffender Seele der Wiederkehr,
Ihm konnte den mutigen Glauben
Der Hohn des Tyrannen nicht mehr rauben."

"Und ist es zu spät, und kann ich ihm nicht,
Ein Retter wilkommen erscheinen,
So soll mich der Tod ihm vereinen.
Des rühme den blutgen Tyrann sich nicht,
Dass der Freund dem Freunde gebrochen die Pflicht,
Er schlachte der Opfer zweie,
Und glaube an Liebe und Treue."

Und die Sonne geht unter, da steht er am Tor
Und sieht das Kreuz schon erhöhet,
Das die Menge gaffend umstehet,
An dem Seile schon zieht man den Freund empor,
Da zertrennt er gewaltig den dichten Chor:
"Mich Henker!" ruft er,"erwürget,
Da bin ich, für den er gebürget!"

Und Erstaunen ergreift das Volke umher,
In den Armen liegen sich beide,
Und weinen für Schmerzen und Freude.
Da sieht man kein Auge tränenleer,
Und zum König bringt man den Wundermär,
Der fühlt ein menschliches Rühren,
lässt schnell vor den Thron sie führen.

Und blicket sie lange verwundert an,
Darauf spricht er:"Es ist euch gelungen,
ihr habt das Herz mir bezwungen,
Und die Treue, die ist doch kein leerer Wahn,
so nehmet auch mich zum Genossen an,
ich sei, gewährt mir die Bitte,
in eurem Bunde der Dritte."

Friedrich von Schiller

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Kinderseelen

die Tür fällt zu
ich fühl mich wie ein Tier gefangen
ich bin mit ihm jetzt ganz allein
ich lieg im Bett...ruhig und verschreckt.
ich hätte mich so gern versteckt!

doch nirgends werd ich sicher sein..vor IHM..
ich mache mich ganz klein...
ganz langsam öffnet sich die Tür
oh gott zaubre mich weg von hier!
ich bin noch da..ER kommt herein.
"komm kind...du darfst jetzt mama sein"

ich liege immernoch im bett
ER kommt zu mir...und tut ganz nett.
"tut nicht mehr weh...komm her ich blase"
oh wie ich diese worte hasse!
"Mein kleiner schatz ich hab dich lieb."
"NEIN" will ich schreien "DU BIST EIN DIEB"

DU stiehlst mir grad mein kinderlachen
ich will diese dinge nicht machen...
ich muss mit raus..hab keine wahl!
jede minute wird zur qual!
ich zähl sie mit...4...5...6...7...
ich würd am liebsten tot hier liegen!!!

die zeit ist um
es ist vorbei
"du weißt das wissen nur wir zwei"
das muss unser geheimniss bleiben
sonst kann dich mama nicht mehr leiden...
sie glaubt dann nämlich das du lügst...

ich habs gelernt ich darf nichts sagen!
wem auch???-es stellt ja niemand fragen!!!
ich geh ins bad
will sauber sein
der schmutz zieht in die seele ein!!!
ich werd nie sauber sein...nie im leben!!!
kein mensch kann mir mein lachen geben...
kein mensch kann diese last ertragen!
die ich als kind erfahren habe...

und heut noch lieg ich oft im bett,
-ganz klein- und suche ein versteck!

 

 


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