Geidchte, Texte, Geschichten und Zitate von mir.

2002 (Damals war ich 12 Jahre alt) hab ich mit dem Schreiben angefangen. Meistens ist das Schreiben eine Art Profil für mich, wenn es mir nicht so gut geht, deswegen solltet ihr hier keine all zu positiven oder lustigen Texte erwarten, aber vll. ist hier und da mal einer versteckt ;) , dabei kann es sich aber nur um die Außnahme handeln. Ihr seit gewahrnt! Viel Spaß beim lesen.

Ich bin deswegen keine Depri Tante, wenn ich gut drauf bin, kann man richtig Spaß mit mir haben, aber irgendwo muss ja auch die Traurigkeit und der Schmerz sein Profil finden.

 

Pille-Palle

Die Haut ist blass, die Hände zittern,

siehst die Welt, verschwommen, zersplittern.

Der Blick ist unscharf, die Geräusche dumpf,

die Füße schwer, stecken im Sumpf.

Dein Pulsschlag rast, der Kopf ist schwer,

die Gedanken kreisen, die Augen leer.

 

Die Erlösung ist da - nah - greifbar.

 

Die Pille liegt da, unscheinbar, klein,

macht ruhig, zufrieden - das ist fein.

Löst in dir die Zwänge und die Angst,

gibt dir das, wonach du verlangst.

Endlich kehrt in dir Ruhe zurück,

ein paar Stunden Zufriedenheit - Glück?

Mai 2010

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Torkelnde Nachtgespenster

Ich lieg noch wach im Bett, es ist halb vier,

da kommen drei Jungs rein, abgefüllt mit Bier.

Sie torkeln, lachen, lallen hier rum,

den einen hauts gleich im Flur um!

Ich geh rüber und richt ihnen das Bett,

das finden die Trunkenbolde natürlich "voll fett".

 

Der eine sucht verzweifelt seine Jacke,

er kann sie nicht finden, mei so ne Kacke!

Der Zweite schreit nach einer Decke,

während ich mich noch müde recke.

Völlig kaputt liegt schon im Bett der Dritte,

das ist bei uns normal nicht so Sitte!

 

Die Jacke vom Ersten hab ich gefunden schnell,

danach ich dem Zweiten die Decke zustell.

Nun geben die Beiden endlich Ruh!

Jetzt kann ich eine rauchen, was ich auch tu.

Als ich wieder reinkomm, welch ein Schreck!

ist der Dritte wieder aus dem Bett!

 

Er vergnügt sich leise auf dem Klo,

solang er ruhig ist, ist es auch gut so.

Doch dann kommt er wieder raus,

nun ist es mit der Ruhe aus!

Jetzt klimpert er auf dem Keyboard rum,

stellt sich nur hin und grinst dabei dumm!

 

Freundlich sag ich ihm, dass er ins Bett gehen soll,

das wiederrum findet er jetzt garnicht toll.

Doch auch aus dem Zimmer kommt schon Gebrüll,

dass er aufhör´n soll mit dem Müll!

Endlich torkelt er ins Zimmer, ins Bett wieder fällt,

keine Ahnung was er da macht, vll. auch nur Schäfchen zählt.

 

Aber im Haus ist nun wieder Ruhe eingekehrt,

das find ich persönlich garnicht verkehrt"!

Die sollen erstmal ihren Rausch ausschlafen,

egal ob nun mit oder ohne Schafen,

Morgen mit neuer Frische an den Tag gehen,

und die Welt dann wieder klarer sehen.

Februar 2007

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Zwischen Traum und Realität. Ich weiß nicht was es ist, aber ich will nicht, dass es anders ist.

Ich lass mich treiben und hoffe, dass kein Staudamm kommt...

Tagebuchauszug Mai 2009

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Die Unruhe unerträglich schier,
in mir pocht die Drogengier.
Die mir Ruhe geben kann,
wenn auch nur ein paar Stunden lang.
Kann sie die Gefühle dämpfen,
hab ich Pause von den Kämpfen.
Die in mir toben Tag für Tag,
bis ich müde niederlag.

Der Stoff gibt mir Kraft zum weitermachen,
kann endlich mal wieder von Herzen lachen.
Ist es auch nur der trügerische Rausch,
für einen kurzen Gefühlsaustausch.
Es ist alles nur auf Zeit,
am Ende hast du nichts, was bleibt.
Immerhin konntest du kurz entkommen,
die Erinnerung vom Rausch verschwommen.

Mai 2010

 

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Allein

Fühl mich wieder so allein,
muss ich wirklich einsam sein?
Meinen Weg alleine gehen,
und mir selbst nicht eingestehen,
dass ich wieder bin verlassen,
in den menschenleeren Gassen.

Bin ich so verloren hier,
dacht´ das ich euch nie verlier.
Gabt mir Hoffnung, Wärme, Liebe,
spür nur noch die Peitschenhiebe,
wie sie grausam auf mich schlagen,
kann den nächsten Schritt nicht wagen.

Und jetzt sitz ich hier in Einsamkeit,
mit meinem schwarzen Todeskleid,
überdenke vergangene Zeit nochmal,
bevor ich mich erlös von dieser Qual.
Ein tiefer Schnitt soll´s nun beenden,
euch das Letzte Zeichen senden.

Januar 2006

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Trance

Ich will von der Welt nichts sehen,
mit meinen Schmerzen untergehen.
Über meine Gefühle nicht sprechen,
lieber selbst daran zerbrechen.

Mich zurückziehen, ganz weit weg,
so hat das alles keinen Zweck.
Ich will Ruhe, meinen Frieden,
nur verlieren, kann nicht siegen.

Distanziert von dir und mir,
bin kaum da, bin nicht hier.
Bin verloren, isoliert,
ganz weit weg, distanziert.

Kann mich selbst ja kaum noch spüren,
kein Gedanke, kein Gefühl kann führen.
Ziellos irre ich herum,
find den Weg nicht, bleibe stumm.

Bin gefangen einfach so,
irre herum - im Nirgendwo.
Nichts kann mich erreichen dort,
der Körper hier, der Geist weit fort.

Juli 2010

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Achterbahn

Die Gefühle fahren Achterbahn
legen alle Motivationen lahm.
War guter Dinge, ganz gut drauf,
jetzt steh ich wieder auf'm Schlauch.
Weiß garnicht was nun wieder ist,
von diesem Zustand angepisst.
Kommt einfach so, ganz ohne Warnung,
haut übern Haufen, meine ganze Planung.

In mir brodelts, in mir schreit es,
Gedanken kommen, aber nix Gescheites.
Problemlösungen die garkeine sind,
weiß es doch besser, bin doch kein Kind.
Hatte doch schon dazugelernt,
was zu tun ist, wenns in mir so lährmt.
Da helfen nicht Drogen oder das Schneiden,
muss mich für einen anderen Weg entscheiden.

Denn alles was ich bisher tat,
danach ich wieder am Boden lag.
Die ganzen Strategien machen nicht heil,
machen es nur ertärglich zum Teil,
doch auch das nur für kurze Zeit,
als kurze Pause vom seelischen Leid.
Das kann nicht die letzte Lösung sein,
auch wenn die Gedanken es so laut schrei'n.

Ich bin gelähmt, kann nicht klar denken,
nichts von all dem Gelernten anwenden.
Es kommt mir einfach nicht in den Sinn,
weil ich Gefangene in diesem Strudel bin.
Und es zieht mich weit, weit fort,
an einem finst'ren innern Ort,
der mir zwar schon lang bekannt,
doch niemals hab ich ihn erkannt,
weil dort alles im Nebel ist,
keine Möglichkeit zur klaren Sicht.

Und ich mach mich wieder selbst kaputt,
an dem Ort voll Seelenschutt,
wo es nur Zerstörung und Dunkelheit gibt,
dich der Schmerz so richtig fickt
In dieser Zeit siehst du keinen anderen Weg,
erreichst keinen rettenden Steg,
bist nur Gefangene deiner Wut,
nein, nie mehr wird alles gut.

Juli 2010

 


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